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Seppl - News Details

Update 11.04.2026 - Seppl

Zur Sendezeit am 10.04. flog Seppl gerade über einen Wald im Landschaftsschutzgebiet Na Spáleništi. Bis Deutschland hatte er noch 50 km vor sich. Wer aber denkt, dass schafft er doch mit links, der hat sich getäuscht. Seppl ist immer für Überraschungen gut.

Allerdings hatte Seppl am 11.04. wirklich Pech mit dem Wetter. Seine Route über den Westen Tschechiens ist wettertechnisch in diesem Jahr unglücklich gewählt. Die letzten Tage hatte er immer wieder mit fehlender Thermik und auch mit Gegenwind oder rotierenden Winden zu kämpfen. Das bedeutet kräftezehrender Ruderflug.

Kurz nach dem Übertrag der Koordinaten am 10.04 wandte sich Seppl nach Süden und flog 23 km bis zum kleinen Dorf Lašovice. Was ihn ausgerechnet dorthin gezogen hat? Wir können es nicht beantworten. Möglicherweise hatte er das Bedürfnis nach einem Bad. Denn am Dorfrand befindet sich ein kleiner See oder Teich, den er vielleicht aus der Luft entdeckt hat. zumindest hielt er sich am 10.04. dort mehrere Stunden auf, wechselte auch immer wieder das Ufer und suchte auch auf einer angrenzenden Wese nach Nahrung. Auch den Rest des Tages blieb er in der Umgebung. Die dichte Wolkendecke an diesem Tag motivierte ihn sicher nicht zum Weiterflug. Die Nacht zum 11.04. verbrachte Seppl dann auf einer Sirene.

Am 11.04 kehrte der Storch nach einem Schlenker noch weiter nach Süden (bis Hracholusky nad Berounkou) dann endlich wieder auf Kurs Deutschland zurück. Bis 13:30 Uhr Ortszeit legte er gerade einmal knapp 35km zurück und das meistens im Ruderflug. Die längste Segelflugphase dauerte gerade 10 Minuten. Die Ruderflugphasen wurden danach immer länger, die Etappen, die er übersegeln konnte, immer kürzer. Zur Sendezeit befand er sich gerade im anstrengenden Ruderflug etwas nördlich von Černčice.

Luftlinie liegen immer noch etwa 350 km bis zu einem möglichen Brutgebiet (Kreis Salzwedel) vor ihm.

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