Vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere an Rodi aus Rodersdorf, der im letzten Jahr bei uns war und der leider Berge von Gummibändern ausgewürgt hatte. Ja, aus dem gleichen Nest haben wir dieses Jahr wieder einen Storch. Auch bei ihm mussten wir leider feststellen, dass er Gummiringe von seinen Eltern zum Fressen bekommen hat. Auch er ist, wie Happy aus Groß Quenstedt in einem Einzelnest, damit die Gewölle mit den Gummibändern, die er glücklicherweise auch hoch bringt, nicht versehentlich von den neuen Nestgeschwistern gefressen werden.
23.06.2026
Momentan sind wir ja fleißig auf der Reise von Storchennest zu Storchennest, um Adoptivfamilien für unsere Pflegekinder zu finden. Eine Beringungs- und Einsetzungsaktion wurde heute vom MDR begleitet. In Plötzky konnten wir in ein Nest Romy aus Pechau (Foto) und in das andere Lars aus Schartau einsetzen.
Der MDR sendete den Beitrag sowohl in der Sendung MDR um Zwei, als auch bei Sachsen-Anhalt Heute.
Der Letztere ist unter diesem Link zu finden:
Storchennachwuchs in Plötzky wird beringt
Aufgrund von Einsatzaktionen in der letzten Woche hat sich unser Jungstorchbestand drastisch verringert. Wir haben momentan nur noch neun Jungstörche in Pflege. Allerdings haben wir schon wieder neue Anmeldungen für Jungstörche. Wahrscheinlich werden diese Woche noch einige Jungstörche im Nestlingsalter zu uns gebracht werden.
Bei diesen beiden Jungstörchen hat es mit der Einsetzung, sprich Adoption leider noch nicht geklappt, beziehungsweise sie mussten aus dem Nest wieder entnommen werden, Die neuen Storcheneltern hatten sie doch nicht angenommen. Das kommt in seltenen Fällen mal vor. Allerdings haben wir eine sehr gute Quote bei der Wiedereinsetzung, das heißt mit dem Adoptionsverfahren. Normalerweise werden 95 Prozent der eingesetzten Jungstörche auch tatsächlich angenommen. Für diese beiden suchen wir jetzt noch ein anderes Zuhause in einem anderen Storchennest.
Dieser Jungstorch namens Happy hatte Glück im Unglück. Sein ganzes Nest in Groß Quenstedt ist abgestürzt und seine beiden Jungstorch-Geschwister sind unter dem abgestürzten Nest begraben worden. Die Eltern hatten auf einem Nadelbaum gebrütet und bei starkem Regen hat das Nest dann Kipplage bekommen und ist abgestürzt. Im letzten Jahr hatten wir aus diesem Nest auch schon den Jungstorch Hebni, der bei starkem Wind durch die Bewegung des Baumes aus dem Nest geworfen wurde. Er kam damals leicht verletzt zu uns wurde versorgt und konnte im August dann ausgewildert werden.
Happy, also der Jungstorch von diesem Jahr, sitzt momentan noch einzeln, weil er leider im Gewölle einiges an Gummiringen ausgewürgt hatte. Sicherheitshalber bleibt er deswegen vorläufig allein. Nicht, dass seine neuen Nestgeschwister das aufnehmen. Ja, wir haben ein wenig gescherzt, dass vielleicht das Gummipolster in seinem Bauch ihm das Leben gerettet hat, aber das ist natürlich alles nur Spekulation und Spaß.