Der Autobahnstorch Trabi hat am vergangenen Freitag von Teilnehmern der Oldtimer-Ralley seinen Namen bekommen. Er wird zusammen mit einigen der Jungstörche am 18.07. in die Freiheit entlassen, da er jetzt wieder gut fliegen kann und nicht mehr humpelt.
Seit heute hat der Storchenhof drei Altstörche in Pflege. Zwei davon sind schon länger bei uns. Darunter ist auch der Storch von der A14, der wahrscheinlich eine Kollision mit einem Fahrzeug hatte. Er wird am Freitag seinen endgültigen Namen erhalten, denn am Freitag besuchen uns Teilnehmer der Oldtimer Rallye. Passenderweise oder zur ausgleichenden Gerechtigkeit übernehmen diese die Patenschaft für diesen Storch. Eines hat man hat uns schon verraten, es wird wohl ein Name mit einem Auto werden.
Dann kam am 07.07. noch ein Altstorch aus der Gegend um Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern) dazu, der uns von Storchenschützern gebracht worden ist. Leider kann er nicht richtig gut fliegen und war auch etwas abgemagert. Genaueres wird hoffentlich eine tiefer gehende Untersuchung, die in Kürze stattfindet, zu Tage fördern. Der Storch hatte wohl leider auch schon in Ludwigslust einige Probleme, auch mit den ansässigen Störchen und hat von denen eine ordentliche Tracht Prügel kassiert.
Tim wäre gerne der vierte Altstorch, um den wir uns, seiner Meinung nach, kümmern sollten. Allerdings muss er vor dem Gehege bleiben und er wird auch von uns nicht zugefüttert. Tim hat keine Kinder zu versorgen, er kann gut fliegen und es geht ihm hervorragend. Also muss er nicht auf dem Storchenhof versorgt werden. Das einzige Zugeständnis, was er bekommt, ist ein Wassereimer direkt auf der Wiese, in dem er trinken und sich vielleicht auch waschen kann.
Zu diesem neuen Altstorch gibt es eine ganz wilde Geschichte.
Schon am 11.06. erhielten wir von der Autobahnpolizei die Meldung, dass dieser Storch verletzt an der A14 stand. Leider konnten sie seiner nicht habhaft werden. Deshalb brach eine unserer ehemaligen FöJlerinnen, die zufällig in Halle studiert, auf, um ihn zu retten. Es gelang ihr und sie brachte ihn sofort zu einer vogelkundigen Tierärztin. Dort wurde er erst versorgt. Seine Autogeschichte ist damit aber noch nicht vorbei. Denn unser ehrenamtlicher Helfer und Mitglied im Vorstand Jörg Spiegelberg hat ihn von dort am 18.06. abgeholt.
Der Storch befreite sich während der Fahrt aus dem Transportkarton und stand dann während der Fahrt im Kofferraum. Glücklicherweise war ein Hundegitter im Auto verbaut, so dass der Storch schön an Ort und Stelle im Kofferraum bleiben und nicht auch noch das Fahrzeug übernehmen konnte.
Dieser Storch bekommt dann auch ganz besondere Paten. Er wird nämlich von den Oldtimer-Freunden übernommen, die hier zum 10.7. 2026 ihre Oldtimer-Rallye starten wollen. Und vermutlich bekommt er auch einen Namen, der irgendetwas mit einem Auto zu tun hat.
(Sein Arbeitsname bei uns ist übrigens gerade Cobra 11, die Autobahnpolizei. Aber das ist noch nicht sein offizieller Name.)