Menü

Claus und Kristian (Jungstörche 2022)

Claus und Kristian (Jungstörche 2022)

 

Seit der Veröffentlichung der Doktorarbeit von Dr.Michael Kaatz, in der er die Zugwege von Weißstörche beschreibt, die über Satellitenmetrie beobachtet wurden, werden europaweit weitere Störche mit einem Sender „bestückt“ und ihre Flüge und Verhaltensweisen beobachtet.

In den letzten Jahren wurden durch Dr. Michael Kaatz im Auftrag des Max-Planck-Instituts verstärkt Störche in Mitteldeutschland mit Sendern ausgestattet.

Uns wurde gestattet, die Daten in einem gewissen Umfang auszuwerten und über sie zu berichten. Die Sender sind aber nicht unser Eigentum.

So wurden im Jahr 2022 in den Kreisen Stendal und Altmarkreis Salzwedel, sowie in Loburg 17 junge Störche mit Sendern in den Herbstzug "entlassen".

Es war ein dramatisches Jahr, so dass von den 17 Störchen nur 3 Störche verblieben, die weiterhin regelmäßig Daten übermitteln und nachweislich am Leben sind.

 

Claus

Claus, geschlüpft im Storchennest Mahlsdorf/Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt, ist ein Storch, der es bequem mag, wie sich im Laufe seines ersten Lebensjahres herausstellte.

Vermutlich ist er mit einer Zuggruppe unterwegs, die Mülldeponien bevorzugt.

Er ist Ostzieher und weiter als bis Israel kam er in seinem 1. Jahr nicht. Der 2. Zug führte ihn bis tief in den Sudan hinein. Im Frühjahr 2023 flog er wieder nach Europa

Kristian

Kristian erblickte in Henningen/Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt das Licht der Welt.

Kristian ist Westzieher und sogar ein besonders fleißiger. Bis in den Senegal zog er in seinem ersten Lebensjahr. Dabei bevorzugt sie Grünland, Feuchtgebiete und nur hin und wieder auch Deponien. Kristian ist ein Weibchen.

Sie kehrte in ihrem 2. Lebensjahr erstmals nach Deutschland zurück und konnte auf ihrer Reise auch beobachtet werden.

in memoriam

Moritz

Siedenlangenbeck 05.07.2022

Moritz schlüpfte in Siedenlangenbeck/Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt aus seinem Ei. Das Bemerkenswerte an diesem Nest ist, dass es von einer Kamera überwacht wird. So wurde auch die Besenderung dokumentiert und im Video festgehalten.

Moritz zog in seinem ersten Lebensjahr ebenfalls nach Westen. Er schaffte es ebenfalls bis Afrika und zwar nach Marokko. Seine Nahrungsquellen sind dort ebenfalls überwiegend Märkte mit Abfällen und Deponien. In Kenitra konnte er sogar von einem dort wirkenden Storchenschützer dokumentiert werden.

Moritz ist der einzige von den Senderstörchen des Jahrgangs 2022 den es 2023 zurück nach Deutschland zog. Es gab auch einige Sichtungen. Die Fotos sind in der Galerie zu finden.

Moritz verunglückt am Abend des 05.087.2023 im Gebiet zwischen Tramm/Dannenberg/Elbe und Jeetzel tödlich.

Horststandort

Horststandorte Claus, Kristian und Moritz (Herkunft)

Storchenzug

Zugbewegung der "Salzwedeler Störche" auf Google-Maps

 

 

Wo Storch Moritz Silvester verbringt

Zitat:
"Am 5. Juli hatte Dr. Michael Kaatz vom Storchenhof Loburg gemeinsam mit dem Storchenbeauftragten Thomas Koberstein im Beisein von Kuhfelder Erstklässlern drei Jungstörche in Siedenlangenbeck mit Sendern ausgestattet. Was ist mit ihnen in der Zwischenzeit geschehen?"

 

Auf langer Reise: Flugdaten von Störchen

und ARD-Mediathek bis 27.12.2022 20:03

"Wissenschaftler haben 17 junge Störche in Sachsen-Anhalt mit einem Datenmelder versehen. Wohin hat es die Tiere verschlagen? Reporter Marc Burgemeister fragt beim Storchenhof in Loburg nach."

 

Salzwedeler Jungstörche mit Sendern haben unterschiedliche Schicksale erlebt

Zitat:
"Im Salzwedeler Raum sind es in diesem Jahr sieben Jungstörche, deren Reiseverhalten in den Süden mittels Sender beobachtet wird – drei aus Mahlsdorf, zwei aus Henningen und zwei aus Siedenlangenbeck. Die Menschen wollen herausfinden, warum sich die Jungtiere für den westlichen Weg über Spanien oder den östlichen über die Türkei entscheiden (Ost- oder Westzieher). Von den sieben Jungstörchen zog es zwei nach Westen, fünf nahmen die Ostroute. Die Geschwister aus Henningen und Siedenlangenbeck teilten sich jeweils auf; die Mahlsdorfer wählten die Strecke über den Osten."

 

Dramatik pur: Was Störche aus Sachsen-Anhalt auf dem Flug nach Süden erleben

Zitat:
"
Es ist Mitte September, als sich das Signal von XY972 endgültig verliert. Mehr als 2.500 Kilometer hat der Jungstorch von seinem Geburtsort Mahlsdorf (Kreis Salzwedel) aus zu diesem Zeitpunkt bereits zurückgelegt. XY972 – so lautet die Kennnummer, die Wissenschaftler dem Tier gaben – hat die Ostroute von Sachsen-Anhalt bis nach Nordafrika gewählt. Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Türkei und schließlich Syrien. Der Flug ist lang und gefährlich. Ob das Storchenmännchen hier verunglückt ist? Ungewiss. Sein Status: vermisst."

 

Salzwedel: Bewegungen von Störchen lassen sich im Internet verfolgen

Zitat:
"Manchmal sind die Jungstörche in der Region zu sehen, manchmal aber auch nicht. Doch das macht nichts. Denn sieben Tiere sind mit Sendern versehen worden, um ihre Bewegungen auch ohne Sichtkontakt nachvollziehen zu können. Im näheren Bereich um Salzwedel betrifft dies zwei Exemplare aus Henningen, drei aus Mahlsdorf und zwei aus Siedenlangenbeck."

Galerie

Moritz in Kenitra

Fotos: Dr. Mustapha Abidi

Moritz 2022 Kenitra Moritz 2022 Kenitra Moritz 2022 Kenitra Moritz 2022 Kenitra Moritz 2022 Kenitra Moritz 2022 Kenitra
Moritz 10.06.2023 bei Lauenburg Moritz 10.06.2023 bei Lauenburg Moritz 10.06.2023 bei Lauenburg Moritz 10.06.2023 bei Lauenburg
Wiesenmahd bei Tramm Landkreis Lüchow-Dannenberg am 29.06.2023 Wiesenmahd bei Tramm Landkreis Lüchow-Dannenberg am 29.06.2023 Moritz 29.06.2023 bei Tramm Moritz 29.06.2023 bei Tramm Moritz 29.06.2023 bei Tramm Moritz 29.06.2023 bei Tramm Moritz 29.06.2023 bei Tramm Moritz 29.06.2023 bei Tramm Moritz 29.06.2023 bei Tramm Moritz 29.06.2023 bei Tramm

News Satellitentelemetrie

Kristian weiterhin bei Salzwedel
Claus auf einer Deponie in Ungarn

 

Die Paten aus Immekath im Kreis Salzwedel schickten uns eine Mail

 

Kristian weiterhin bei Salzwedel
Claus auf einer Deponie in Ungarn

 

Kristian weiterhin bei Salzwedel
Claus bleibt am Fuße der Karpaten